Magdalenenstrasse, Zürich
An der Magdalenenstrasse 46/48 wird ein mehrgeschossiger Wohnungsneubau mit insgesamt 29 Wohneinheiten realisiert. Das Gebäude umfasst vier Vollgeschosse sowie ein Attikageschoss und ist um ein zentrales Treppenhaus organisiert. Die Baukörpergeometrie ist an die Grundstücksverhältnisse angepasst und ermöglicht den Erhalt des vorhandenen Baumbestands. Die Gebäudefassaden zur West- und Ostseite sind nach Süden gestaffelt, was die Lastverteilung optimiert und gleichzeitig eine effiziente Belichtung der Innenräume sicherstellt. Zur Strasse hin präsentiert sich das Bauvolumen mit einer kompakten Stirnfassade, während zurückversetzte Eckbereiche die geometrische Struktur optisch auflockern und konstruktiv klare Übergänge zwischen den Fassadenteilen ermöglichen.
Der Baukörper über Terrain wird vollständig in Holzbauweise ausgeführt. Die Primärtragstruktur aus Laubholz (Buche) besteht aus runden vertikalen Stützen sowie horizontalen Trägern in Stabschichtholz. Die Geschossdecken werden als unverleimte Brettstapeldecken in Fichte realisiert, wodurch eine materialeffiziente und rückbaufähige Konstruktion ermöglicht wird. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt vollständig über Wände aus Brettsperrholz, welche die Erdbeben- und Windlasten abträgt, sodass auf eine Ausführung eines massiven Treppenhauskerns verzichtet werden kann.
Das Untergeschoss ist in Massivbauweise projektiert. Über dem Parkhaus ist eine Abfangdecke vorgesehen, welche die Lasten des Holzbaus aufnimmt und gezielt über die Stützen und Aussenwände zur Fundation und in den Baugrund abträgt.